Permakultur und Bodengesundheit - Veröffentlichung einer Reportage
- sekretariat
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Aktualisiert: vor 9 Minuten
Die Bodendegradation gehört zu den drängendsten und bedeutendsten Herausforderungen unserer heutigen Welt.
Erosion und Bodenverschmutzung stellen globale Probleme dar, die mit hoher Dringlichkeit angegangen werden müssen. Wie in einem Artikel der FAO erwähnt, gilt bereits bis zu ein Drittel der weltweiten Böden als degradiert.
Die Permakultur basiert auf drei ethischen Prinzipien – Earth Care, People Care und Fair Share – von denen eines die Pflege und Erhaltung der Bodenqualität umfasst. Sie bietet Ansätze und Lösungen, die eine nachhaltige Nutzung der Böden ermöglichen und den kommenden Generationen eine lebenswerte Zukunft sichern könnten.
Und gerade unter den jungen Generationen möchten wir Arno Ryser eine Stimme geben: ein 21-jähriger Jugendlicher, der sich nicht nur um dieses Thema sorgt, sondern es sogar zum Gegenstand seiner Abschlussarbeit gemacht hat. Mit seinem Engagement trägt er dazu bei, das Bewusstsein für Bodenschutz in Schulen zu stärken und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit zu fördern.
Wir freuen uns daher, seine Reportage zu veröffentlichen. Im Folgenden finden Sie eine kurze Vorstellung sowie eine Zusammenfassung. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!
Mein Name ist Arno Ryser, ich bin 21 Jahre alt und absolviere momentan die Berufsmaturitätsschule Zürich.
Ich Eine meiner Leidenschaften ist das Gärtnern. Bereits zahlreiche Dokumentationen haben mir die ökologischen Prinzipien der Permakultur nähergebracht, und seit meiner Jugend fasziniert es mich, wie nachhaltig und kreislauforientiert dieses Gestaltungskonzept funktioniert. Gleichzeitig frustriert mich die Beobachtung, dass viele Flächen ungenutzt bleiben. Aus dieser Diskrepanz heraus entstand der Wunsch, nicht nur theoretisch über nachhaltigen Anbau zu lesen, sondern die konkreten Auswirkungen auf unsere Lebensgrundlage, den Boden selbst, zu untersuchen.
In meiner Berufsmaturitätsarbeit widme ich mich daher dem Thema «Die Auswirkungen von Permakultur auf die Gesundheit des Bodens». Im Zentrum steht die Leitfrage: Wie wirkt sich Permakultur auf die Gesundheit des Bodens, spezifisch auf die Makronährstoffe, im Vergleich zu unbearbeiteten Flächen aus?
Meine Hypothese lautet, dass im Boden von aktiv bewirtschafteten Permakulturgärten messbar mehr Makronährstoffe nachgewiesen werden können als in Gärten, in denen keine aktive Bodenpflege betrieben wird.
Um diese Frage zu beantworten, habe ich mich für eine Kombination aus theoretischer Recherche und einer praktischen Bodenuntersuchung entschieden, welche ich in Form einer journalistischen Reportage verarbeitet habe. Für diesen praktischen Teil habe ich Bodenproben an vier kontrastreichen Standorten entnommen: Im hochalpinen Versuchsgarten Plas, auf dem Permakulturhof Balmeggberg sowie in zwei herkömmlichen Gärten in Zürich und Thun, die als Vergleichsobjekte dienen. Diese Proben wurden mithilfe eines Nährstoff-Test-Kits auf Ammonium, Phosphor und Kalium untersucht. Ergänzend dazu habe ich Interviews mit den erfahrenen Permakultur-Praktikern Annafried Kessler und Toni Küchler geführt, um ihre Methoden und Philosophien in die Analyse miteinzubeziehen.












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