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Rückblick Zukunftswirkstatt Elfenau (BE) – Wo Beziehungen Wurzeln schlagen

  • sekretariat
  • 15. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Juli



Zukunftswirkstatt Elfenau – Wo Beziehungen Wurzeln schlagen


An der Endstation Elfenau in Bern trafen sich vergangenen Sonntag zehn Menschen, um einen Ort zu erkunden, an dem Landwirtschaft, Quartier, Natur und Geschichte auf besondere Weise miteinander verwoben und verflochten sind. Marcel Müller vom Elfenauhof und Ueli Scheuermeier von der IG Elfenau öffneten den Blick auf einen Hof, der Begegnungen ermöglicht und gemeinsam mit seinem Umfeld weiterwächst. Anschliessend führte Reto Stern die Gruppe auf der windigen Wiese des

Gemeinschaftsgartens Hostet Elfenau durch die Sokrates-Systemkarte des Verbands

Permakultur Schweiz, als Einladung, den Verband als lebendiges Beziehungsgeflecht

wahrzunehmen.


Was ist hier, vor Ort, lebendig?


Der Elfenauhof versteht sich als weit mehr als ein landwirtschaftlicher Betrieb. Sein Anliegen beschreibt er selbst so: «Wir haben uns vorgenommen: Wir sind der Wandel, den wir brauchen. Wir leben in der Elfenau eine zugängliche und enkeltaugliche Landwirtschaft für Bern. Wir sind ein Begegnungsort der Teilhabe an der Lebensmittelproduktion, ein integrativer Lernort und wir tragen Sorge zur Natur und zum Erholungsraum Elfenau. Wir möchten einen bunten, vielfältigen Hof aufbauen, der Hoffnung schenkt.»


Was haben wir wahrgenommen?


Die Elfenau – benannt von einer russischen Grossfürstin im 19. Jahrhundert – ist ein Ort mit vielen Schichten. Landwirtschaft, Naturschutzgebiet, Stadtquartier und Erholungsraum greifen ineinander. Viele Bernerinnen und Berner haben persönliche Erinnerungen an diesem Ort, fühlen sich emotional verbunden. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass der Hof nach dem Wechsel der Betriebsleitung vor der Aufgabe steht, seine Entwicklung langfristig tragfähig weiterzuführen.


Welche Verbindungen tragen den Ort?


Der Elfenauhof lebt von einem dichten Netzwerk. Dazu gehören unter anderem der

Gemeinschaftsgarten Hostet Elfenau, die Bäckerei Lanz, die Kitas Murifeld, der LernOrt,

Stadtgrün Bern, das Parkcafé Elfenau, der Elfenauladen und viele weitere Menschen und Organisationen.


Was ist daraus gewachsen?


Ein besonders spannender Zusammenhang wurde in den Erzählungen von Ueli Scheuermeier sichtbar: Die Erfahrungen des Gemeinschaftsgartens Hostet Elfenau dienten als Grundlage für die Ausschreibung der neuen Betriebsleitung des Elfenauhofes. Wie ein Pilotprojekt: Was im Kleinen entstand, wurde zum Impuls für den ganzen Hof. Auch die Arbeit mit der Sokrates-Systemkarte war ein solcher Keim. Gemeinsam erkundeten wir erstmals, welche Beziehungen den Verband Permakultur Schweiz bereits tragen und welche Entwicklungsmöglichkeiten sich daraus eröffnen. Rosy Arnet und Beat Rölli aus dem Vorstand nahmen zahlreiche Beobachtungen und Anregungen mit.


Einladung – Wie geht der Prozess weiter?


Die kleine Gruppe erwies sich als besondere Qualität. Sie ermöglichte einen offenen Austausch zwischen Teilnehmenden und Vorstand und schuf Raum für gemeinsames Einsichten. Mit dem Anlass sind zugleich neue Fragen entstanden: Wie bleiben die an diesem Tag geknüpften Beziehungen lebendig? Welche nächsten Schritte ergeben sich für den Verband? Die Antworten entstehen im weiteren gemeinsamen Wirken, bzw. vielleicht mit Dir an der nächsten Zukunftswirkstatt?


👉 Die nächste Zukunftswirkstatt findet am 8. November in Grabs (SG) statt.

Wirkstätten im Tessin und in der welschen Schweiz sind im Herbst geplant – die Termine folgen. Gestalte den Wandel mit!


Links:


Autor: Reto Stern, 13.07.2026



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